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Mitgliedertagung fordert bessere Rahmenbedingungen fĂŒr RegionalflughĂ€fen

So können RegionalflughĂ€fen ĂŒberleben

IDRF-Tagung appelliert an Politik und Wirtschaft

Mit einem „LĂŒbecker Appell“ endete am heutigen Mittwoch (15.5.) die zweitĂ€gige Mitgliedertagung der Interessengemeinschaft der regionalen FlugplĂ€tze e.V. (IDRF) in LĂŒbeck. Darin fordern die rund 140 Teilnehmer Politik und Wirtschaft auf, die Bedeutung des jeweiligen Airports fĂŒr seine Region zu erkennen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Überleben von RegionalflughĂ€fen ermöglichen.

 

„Regionale FlugplĂ€tze sind das Eintrittstor zur MobilitĂ€t und ein Teil der Daseinsvorsorge“, betont IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid, seit ĂŒber einem Jahrzehnt GeschĂ€ftsfĂŒhrer des erfolgreichen AllgĂ€u Airport im bayerischen Memmingen. Die Luftverkehrskonzepte der LĂ€nder mĂŒssten den MobilitĂ€tsbedarf vor Ort widerspiegeln und sich nicht nur an den Zielvorgaben der Fluggesellschaften orientieren. „Gerade die mittelstĂ€ndische Wirtschaft in der FlĂ€che benötigt schnelle AnschlĂŒsse“, betont IDRF-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Mayer.

 

Deshalb, so der Mitautor des Appells und LĂŒbecker Flughafen GeschĂ€ftsfĂŒhrer Prof. Dr.-Ing. JĂŒrgen Friedel, sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, „die das Überleben der RegionalflughĂ€fen ermöglichen.“ Sie fördern, ergab eine Studie zum Thema dezentraler Luftverkehr in Deutschland, die WettbewerbsfĂ€higkeit heimischer Unternehmen und stĂ€rken das Wachstum der regionalen Wirtschaft. Und sie können zur Entlastung der stark frequentierten HauptflughĂ€fen beitragen. Zudem vermindern sie lange Anfahrtswege und bieten Potential im Ausbau neuer Formen urbaner MobilitĂ€t.

 

An Politik und Wirtschaft appellieren die IDRF-Mitglieder auch, kleinen Fluggesellschaften zu helfen, die LĂŒcke zu schließen, die durch den RĂŒckzug großer Airlines aus der FlĂ€che entstanden sei. „Zurzeit sind die Betriebs- und Vertriebsmodelle der großen Gesellschaften fĂŒr den regionalen Einsatz nicht geeignet“, betont IDRF-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Mayer. Das Angebot mĂŒsste wieder stĂ€rker am Bedarf der Passagiere ausgerichtet werden. Obendrein komme es nun darauf an „modernes, leises und wirtschaftliches FluggerĂ€t“ zu entwickeln, das RegionalflughĂ€fen entgegenkomme. Gerade im Bereich der Regionalflugzeuge mit 20 bis 80 Sitzen hinke die Entwicklung der letzten Jahre jedoch hinterher. Im Gegensatz zu Jets mit 100 bis 200 Sitzen habe es hier in den letzten 35 Jahren kaum Fortschritte gegeben.  Gefördert werden soll, so der Appell aus LĂŒbeck, auch der Bereich Innovation. Nachhaltige Flugkraftstoffe, neue Antriebskonzepte und die Möglichkeiten zum autonomen Fliegen sollten entwickelt und weiter ausgebaut werden.

Abdruck honorarfrei – Beleg erbeten

2019-Mitgliedertagung_IDRF_LĂŒbeck