„EU-Kommission macht den Weg zur Flughafen-Rettung frei“





IDRF hofft auf schnelle nationale Umsetzung

Mit großer Erleichterung hat die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) auf den Beschluss der Europäischen Kommission reagiert, die einer finanziellen Unterstützung deutscher Flugplätze zugestimmt hat. Nun hofft man auf eine schnelle Umsetzung der nationalen Gremien

Bereits im August letzten Jahres hatte die Kommission eine vom deutschen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorlegte „Bundesrahmenregelung Beihilfen für Flugplätze“ gebilligt. Demnach können Zuschüsse für die im Zeitraum von 4. März bis Ende Juni 2020 durch die Corona-Pandemie verursachten Schäden gewährt werden. Nach mehrfacher Anpassung des befristeten Sonderrahmens der EU erteilte nun die Kommission den daran angepassten Bundes-Regelungen ihre Zustimmung. „Dies ist ein wichtiger Schritt, der den Flughäfen und Flugplätzen das Überleben sichern soll“, begrüßt IDRF-Vorsitzender Dr. Klaus-Jürgen Schwahn in einer ersten Stellungnahme diesen Beschluss. „Dem müssen nun aber nationale Taten folgen.“ Man hoffe, dass die Bundesländer jetzt auch den kleineren Flugplätzen und Flughäfen Billigkeitsleistungen zukommen lassen und nicht nur Hilfsprogramme für die 15 größeren Airports des Landes auflegen. „Gerade die dezentralen Flugplätze haben in den letzten Monaten bewiesen, welch wichtigen Beitrag sie zur Sicherung der Versorgung leisten“, ergänzt Thomas Mayer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF). Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hätten bereits entsprechende Programme beschlossen.

Die geänderte Fassung der Bundesrahmenregelung sieht unter anderem vor, dass Beihilfen bis zum Jahresende 2021 gewährt werden können. Die Höchstbeiträge bei Kleinbeihilfen wurden auf 1,8 Mio. Euro, bei der Fixkostenhilfe auf zehn Mio. Euro erhöht. Weitere Finanzhilfen wie Darlehen und Bürgschaften sind möglich.

PM-2021-03_EU Beihilfe

Stellenausschreibung: AFISO am DFS Aviation Services Standort Flugplatz Emden





Am DFS-Aviation Services Standort Flugplatz Emden ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als AFISO/AFIS-Spezialist zu besetzen.

Das Anforderungsprofil, Aufgabengebiet sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme entnehmen Sie bitte der Stellenanzeige: Stellenanzeige AFISO_DAS

Aero International 01/2021: „Airports ohne Staatshilfen gefährdet“





IDRF Newsletter – Ausgabe Nr. 3 2020





„Endlich fairer Wettbewerb“





Flugsicherung: IDRF und GBAA begrüßen Neuregelung

Als wichtigen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit begrüßen die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) und die German Business Aviation Association e.V. (GBAA) das Konzept zur Neuorganisation und Finanzierung der Flugsicherung an Regionalflughäfen und Flugplätzen, das heute den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestag passiert hat.

„Dieser Schritt ist seit Jahren überfällig und sorgt endlich für einen fairen Wettbewerb“, begrüßt IDRF-Vorsitzender Dr. Klaus-Jürgen Schwahn in einer ersten Stellungnahme die Zustimmung des Haushaltsausschusses zu einer vom Verkehrsministerium erarbeiteten Neuregelung. Denn bisher müssen die 16 großen Flughäfen in Deutschland nicht für die Kosten der bundeseigenen Flugsicherung aufkommen, während die rund 40 regionalen Flugplätze diese Kosten selbst zu tragen haben. „Diese jahrelange Wettbewerbsverzerrung gilt es nun zu beenden und die kleinen Flughäfen deutlich zu entlasten,“ betont auch Andreas Mundsinger, Geschäftsführer der German Business Aviation Association e.V. (GBAA). Das erarbeitete Konzept, darüber herrscht Einigkeit bei den Verbänden, erfülle auch die Anforderungen der EU. Mit den heutigen Beschlüssen beginne nun aber die Detailarbeit des Gesetz- und Regelunggebers. „Wir sind überzeugt,“ so Thomas Mayer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF), „dass am Ende des Prozesses eine fachlich fundierte und bedarfsgerechte Flugsicherungssystematik steht, deren Finanzierung durch den Bund und durch ein angemessenes und diskriminierungsfreies Nutzungsentgelt gesichert ist.“

Weiter hoffen die Vertreter der dezentralen Luftfahrt, dass dem kürzlich stattgefundenen Luftverkehrsgipfel konkrete Maßnahmen folgen, die auch vielen in Bedrängnis geratenen kleineren Flughäfen helfen könnten.   Denn nur die Übernahme der Vorhaltekosten könne die wirtschaftliche Grundlage vieler Airports und somit diesen notwendigen Teil der Verkehrsinfrastruktur auf Dauer sichern.

 

PM-2020-11_Flugsicherung

„Zwei Interessenverbände und ein neues Berliner Büro“





Gemeinsam vor Ort: German Business Aviation Association und Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze  

Die beiden Interessenverbände German Business Aviation Association e.V. (GBAA) und Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) intensivieren ihre politische Arbeit für die dezentrale Luftfahrt nun mit einem gemeinsamen Büro in der Hauptstadt.

Ohne Eröffnungsfeier, aber dafür mit viel Zuversicht wurde das gemeinsame politische Büro von GBAA und IDRF jetzt in Berlin eröffnet. Die Freude über den nächsten Meilenstein in der politischen Interessenvertretung ist groß, bestätigen beide Verbände. Bereits seit mehr als einem Jahr arbeiten GBAA und IDRF verstärkt zusammen. Ihre Beratungsfunktion für die Politik im Bereich der dezentralen Luftfahrt wollen sie jetzt weiter intensivieren.

Als neuer Büroleiter fungiert Ulrich Stockmann (69). Für die SPD saß er in der Volkskammer, im Bundestag und von 1994 bis 2009 im Europaparlament. Stockmann, der sowohl Städtebau als später auch Theologie studiert hat und in beiden Berufen arbeitete, kennt das politische Geschäft wie kaum ein zweiter. „Es ist wichtig direkt und kompetent in Berlin vor Ort vertreten zu sein“, erläutert Dr. Klaus Schwahn, der vor kurzem – wie berichtet – den Vorsitz der IDRF übernommen hat. „Kurze Wege zählen nicht nur in der Luftfahrt.“ Er verweist darauf, dass die intensivierte politische Arbeit der Verbände bereits Früchte trage: „Die Einladung zum Luftverkehrsgipfel Anfang November war ein deutliches Ergebnis unserer bisherigen Arbeit.“

Neben dem politischen Engagement bieten beide Verbände ihren Mitgliedern mit den neuen Räumlichkeiten nun auch eine zentrale Anlaufstelle in Berlin. „Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder ab jetzt eine hochwertige Büroinfrastruktur direkt neben dem Berliner Hauptbahnhof nutzen können“, sagt GBAA-Geschäftsführer Andreas Mundsinger.

PM-2020-11-Berliner Büro

„Wechsel im Cockpit der regionalen Flugplätze“





Dr. Klaus-Jürgen Schwahn übernimmt Vorsitz der Interessengemeinschaft von Ralf Schmid

Führungswechsel bei der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF): In deren Cockpit hat nun der bisherige Vize Dr. Klaus-Jürgen Schwahn die Position mit dem langjährigen Vorsitzenden Ralf Schmid getauscht. 

Erstmals wurde der IDRF-Vorsitzende per Briefwahl bestimmt. Schwahn (63) erhielt mit 98 Prozent der Stimmen ein überwältigendes Votum. „Es freut mich sehr, dass die Mitglieder geschlossen hinter mir stehen und wir unsere Arbeit auch mit der German Business Aviation Association e.V. (GBAA) fortsetzen können.“ Der promovierte Diplom-Ingenieur Schwahn fungierte seit 2011 als stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft und gilt als exzellenter Kenner des Luftverkehrs. Er arbeitete nicht nur lange Jahre als Berufspilot und Geschäftsführer einer Bedarfsfluggesellschaft, sondern ist Partner einer Flugschule in Florida, brachte als Geschäftsführer den Flughafen Schönhagen bei Berlin erfolgreich auf Kurs, schreibt Fachbücher und arbeitet als Berater. Als IDRF-Vorsitzender löst er Ralf Schmid ab, der das Amt sechs Jahre innehatte. Der Geschäftsführer des Flughafen Memmingen fungiert in der Interessengemeinschaft künftig als Copilot und hält auf Europäischer Ebene weiterhin die deutsche Fahne im Präsidium der European Regional Aerodromes Community ERAC hoch. Als zweiter stellvertretender Vorsitzender zählt Steffen Merz, Head of Flight Department der Würth Aviation und Geschäftsführer des Adolf Würth Airport Schwäbisch-Hall, zur Führungscrew. Als Geschäftsführer der IDRF ist weiterhin und nunmehr seit 12 Jahren Thomas Mayer im Einsatz.

PM-2020-11_Schwahn

„Kleine Flughäfen weiterhin mit großen Sorgen“





Luftverkehrsgipfel: IDRF und GBAA begrüßen Erklärung, sehen aber weiteren Handlungsbedarf

Als wichtigen Schritt in die Zukunft des Luftverkehrs werten die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) und die German Business Aviation Association e.V. (GBAA) das Ergebnis des von Bundesverkehrsminister Scheuer initiierten Luftverkehrsgipfels. Die angekündigten finanziellen Hilfen, die Bund und Länder gemeinsam leisten sollen, werden, so die Hoffnung, auch der dezentralen Wirtschaft die dringend erforderliche Unterstützung zukommen lassen.

Die im Rahmen einer gemeinsamen Erklärung zum heute stattgefundenen Luftverkehrsgipfel getroffenen Aussagen stimmen die Verbände vorsichtig optimistisch, dass auch vielen in Bedrängnis geratenen kleineren Flughäfen geholfen werden kann. „Bisher zeigten sich insbesondere bei diesem Thema einige Landesregierungen sehr zurückhaltend“, erläutert IDRF-Vorstand Ralf Schmid, der am Gipfel teilgenommen hat. „Zu wünschen ist natürlich, dass den angekündigten Gesprächen auch bald Entscheidungen und Taten folgen.“ Weiterhin plagten auch viele kleine Flughäfen große Sorgen. Denn nur die Übernahme der Vorhaltekosten könne die wirtschaftliche Grundlage vieler Airports und somit diesen notwendigen Teil der Verkehrsinfrastruktur sichern.
Ein großes Anliegen der kleineren Flughäfen bleibt weiterhin die Übernahme der Kosten für die Flugsicherung, die sie im Gegensatz zu den großen Airports bisher selbst tragen müssen. „Diese jahrelange Wettbewerbsverzerrung zu beenden und die kleinen Flughäfen zu entlasten, war ja bereits vor Corona beschlossen worden“, betont Thomas Mayer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF). Die Umsetzung stoße noch auf Widerstand, sollte jedoch im Sinne einer wettbewerbsneutralen und nachhaltigen Sicherung der Infrastruktur rasch erfolgen.

Ausdrücklich begrüßt wird von beiden Verbänden das in der Erklärung formulierte Ziel, den Luftverkehr langfristig „noch stärker in Einklang mit dem Klimaschutz zu bringen“. „Dabei wird gerade die Erneuerung der Flugzeugflotten eine große Rolle spielen“, unterstreicht Andreas Mundsinger, Geschäftsführer der German Business Aviation Association e.V. (GBAA) die in der Erklärung formulierte Absicht, das Vertrauen in die ökologische Verantwortung des Luftverkehrs zu stärken. Da mit dem drastischen Rückgang des Verkehrs auch die Flottenerneuerung fast zum Erliegen gekommen ist, sei es begrüßen, dass die Bundesregierung mit der „Innovationsprämie Luftfahrt“ in Höhe von einer Milliarde Euro entsprechende Anreize geschaffen habe. „Wir befürworten obendrein“, so IDRF-Vorsitzender Schmid, „dass in der Erklärung auch das Ziel des CO2-neutralen Fliegens stärker ins Auge gefasst wird.“ Gerade an regionalen und kleineren Flughäfen gebe es für neue Technologien enormes Potential. Die Forderung, die Luftfahrt resilienter zu gestalten, wird von den Verbänden ebenfalls geteilt. Sie sollte jedoch nicht nur für die Bewältigung einer Pandemie gelten, sondern auf das gesamte Verkehrsystem ausgedehnt werden. Nur mit Unterstützung der Politik unter Einbeziehung aller Verkehrsträger könne das Gesamtverkehrssystem nachhaltig optimiert werden. Dabei gelte es, ein neues Verständnis für das Zusammenspiel von Verkehrsträgern, Regionen und Wirtschaft zu schaffen.

 

PM-2020-11_Gipfel_2

„Nach der Krise Luftfahrt neu denken!“





IDRF und GBAA fordern Konzepte für die Zukunft

Erst gelte es, die Krise zu meistern. Dann jedoch sollte der Luftverkehr fit für die Zukunft gemacht werden und sich zu einem nachhaltigen Verkehrsträger wandeln. Dies fordern im Vorfeld des am 6. November von Bundesverkehrsminister Scheuer initiierten Luftverkehrsgipfel die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) und die German Business Aviation Association e.V. (GBAA).

Gerade die kleineren Flughäfen haben, so die Verbände, in den letzten Monate erheblich zur Sicherung der Infrastruktur beigetragen. Jetzt komme es darauf an, eine flächendeckende Mindeststruktur mit flexiblen Öffnungszeiten und mit dem Bedarf angepassten Dienstleistungen zu strukturieren und zu standardisieren. „Um die Zukunft nicht zu gefährden“, so Thomas Mayer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF), „sollten betriebsbedingte Kündigung vermieden und die Kurzarbeit verlängert werden.“ Diese könnte mit Bereitschaftszeiten kombiniert werden. „Für diese Basis-Infrastruktur benötigen wir jedoch eine finanzielle Grundsicherung der dezentralen Luftfahrt“, betont Andreas Mundsinger, Geschäftsführer der German Business Aviation Association e.V. (GBAA). So sollte das Flugsicherungskonzept des Verkehrsministeriums schnell umgesetzt werden. Es biete bedarfsgerechte Lösungen und Finanzierungsmöglichkeiten, die sowohl für die Bewältigung der Krise wie für den späteren Normalbetrieb beste Ansätze beinhalte.

Aber: „Wir müssen über den Tellerrand der gegenwärtigen Krise hinausschauen und eine Resilienz für die Zukunft entwickeln“, fordert der Luftfahrt-Experte und langjährige Europa-Abgeordnete Ulrich Stockmann, der beide Verbände berät. Die Transformation des Luftverkehrs in einen nachhaltigen Verkehrsträger müsse umgehend beginnen. Das erfordere alternative Antriebstechnologien und synthetische Kraftstoffe für neue Flugzeuge, optimierte Flugrouten und verbesserte Prozessabläufe am Boden bei den Airports.

Das mache das Verkehrssystem weniger krisenanfällig und stärke die Widerstandskraft der Luftfahrt. Als erster Schritt solle eine Übergangsstrategie samt einer Entwicklung des Öffentlichen Personen-Schnellverkehrs (ÖPSV) mithelfen, die Innovationen zu implementieren. Das erfordere neben staatlichem Handeln und der Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen auch die finanzielle Unterstützung aller Beteiligter. „Nur so“, lautet das Fazit der Verbände, „lässt sich Luftfahrt nach der Krise neu denken.“

PM-2020-10_Gipfel

IDRF Newsletter – Ausgabe Nr. 2 2020