Stellenausschreibung vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) als Sachbearbeiter/in „Luftverkehr / Binnenschifffahrt“ (m/w/d)





Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) sucht Verstärkung.

Die vollständige Stellenbeschreibung finden Sie hier: Ausschreibungstext SB 45 – Luftverkehr

Stellenausschreibung vom Adolf Würth Airport Schwäbisch Hall (Aerodrome Flight Information Service Officer) (m/w/d)





Adolf Würth Airport - Aktuelles

Der Adolf Würth Airport Schwäbisch Hall sucht Verstärkung.

Die vollständige Stellenbeschreibung finden Sie hier: 2020_08_25_Ausschreibung AFISO_EDTY

Recommendations for General Aviation operations during the COVID-19 pandemic





„Regionale Airports haben ihre Bedeutung und Berechtigung“





Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) widerspricht dem Bund der Steuerzahler

Mit Nachdruck widerspricht die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) einer Studie des Bundes der Steuerzahler, die insbesondere kleineren Airports erhebliche Verluste attestiert, die den Steuerzahler jährlich 100 Millionen Euro kosten würden. „Diese einseitige Darstellung“, so das IDRF-Fazit, „greift zu kurz und ignoriert sowohl die fiskalischen, als auch die volkswirtschaftlichen Effekte eines Flughafens.“

„Die Bilanz ist nicht alles“, betont IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid. „Wer alle anderen positiven Effekte ausblendet, liefert ein verzerrtes Bild.“ Die Studie ignoriere den weit positiveren fiskalischen Nutzen eines Flughafens. So seien an einem Airport zahlreiche Wirtschaftsunternehmen aktiv, die Energie- und andere Steuern zahlten. Auch Löhne und Gehälter der Mitarbeiter führten zu Steuereinnahmen. „An einem Flughafen mittlerer Größe werden in der Regel drei Mal mehr Steuern bezahlt als die öffentliche Hand Defizite ausgleichen muss“, ergänzt IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer. Problematisch sei hingegen, dass in der Regel der Bund von den positiven fiskalischen Effekten profitiere, während Defizite vor Ort von den Gesellschaftern eines Airports ausgeglichen werden müssten. Bei ihnen handle es sich oftmals um Kommunen, Landkreise und Bundesländer, aber auch um Wirtschaftsunternehmen.

Hinzu komme der erhebliche volkswirtschaftliche Nutzen der Infrastruktur-Einrichtung Regional Airport, der in der Kritik des Bundes der Steuerzahler nicht berücksichtig werde. „Regionale Airports“, so Schmid, der die Geschäfte des erfolgreichen Flughafens im bayerischen Memmingen leitet, „haben ihre Bedeutung und ihre Berechtigung.“ Diese variieren je nach Standort und Geschäftsmodell. Gerade in der Corona-Krise hätten die 21 regionalen Flughäfen bravourös die Stellung gehalten und den systemrelevanten Flugbetrieb ermöglicht. Dazu zählten medizinische Hilfsflüge, Polizei- und Rettungsdienste sowie dringend erforderliche Personen- und Frachtflüge.

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„2020 wird das Jahr der sauberen Luftfahrt“





Verbände IDRF und GBAA fordern umfangreiche Investitionen in zukunftsorientierte Technologien

2020 soll das Jahr der sauberen Luftfahrt werden. Um den Einstieg in eine neue Ära zu bewältigen, fordern die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) und die German Business Aviation Association e.V. (GBAA) umfangreiche Investitionen. Sie sollen zielgerichtet dazu beitragen, moderne Flugzeuge, neue Antriebe und Kraftstoffe zu entwickeln sowie die ökologische Optimierung von Flugplätzen voranzutreiben. „2019 stand die gesamte Luftfahrtbranche unter starkem öffentlichen Druck“, erklären Vertreter beider Verbände. „Um ein Schmuddelkinder-Image zu vermeiden, müssen wir nun in die Offensive gehen“, betont IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer. „Neue Technologien stehen längst in den Startlöchern“, ergänzt GBAA-Geschäftsführer Andreas Mundsinger. „Es kommt jetzt darauf an, das Rennen um eine saubere Luftfahrt zu eröffnen.“
Verstärkt sollten neue Antriebskonzepte aus den Bereichen Elektro- und Hybridantriebe diskutiert und gefördert werden. Auch die Entwicklung des autonomen Fliegens gelte es besser zu berücksichtigen. Gerade regionale Flugplätze könnten in der Entwicklungs- und Testphase – so auch beim Einsatz von Drohnen – eine tragende Rolle spielen. Innovativen Unternehmen in diesen Bereichen gilt längst das Augenmerk der
Verbände, die eine Erhöhung der Luftverkehrssteuer und eine Quersubventionierung der Bahn entschieden ablehnen.
Beide Verbände fordern zudem eine Stärkung der regionalen Airports, die durchaus im Schulterschluss mit großen Flughäfen geschehen solle. Dass der zentralisierte Luftverkehr längst an seine Grenzen gestoßen sei, hätten die letzten Sommerferien erneut gezeigt. „Der Bedarf sollte da abgewickelt werden, wo er entsteht“, betonen die Verbände. Deshalb sollten auch kleine Flughäfen mit Zoll und Grenzpolizei ausgestattet werden. Bundes- und Landesmittel für hoheitliche Aufgaben wie Flugsicherung, Wetterdienste und Sicherheit seien daher „diskriminierungsfrei und ohne Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung“ zu verteilen. Ausdrücklich habe man deshalb die Äußerung von Verkehrsminister Andreas Scheuer begrüßt, der erklärt hatte, Mobilitätsangebote dürften sich nicht nur an den Ballungszentren orientieren. Auf Ablehnung stößt bei beiden Verbänden der Versuch großer Airlines, am Ertrag des Non-Aviation-Geschäfts großer Flughäfen beteiligt zu werden. „Dieses Geld sollte vielmehr in die Verkehrssicherung der dezentralen Regionen investiert werden, statt in die Taschen der Anteilseigener großer Airlines zu wandern.“
Das abgelaufene Jahr stand auch im Zeichen einer intensivierten Zusammenarbeit beider Verbände. Die erzielten Synergien sollen einer Verbesserung der dezentralen Luftfahrt zugutekommen, wie dies bereits bei der ersten gemeinsamen Mitgliedertagung von GBAA und IDRF zum Ausdruck kam. Diesem Ziel wird auch die zweite Business Aviation Konferenz dienen, die im April 2020 auf der Luftfahrtmesse Aero in Friedrichshafen stattfinden wird. Dabei sollen zahlreiche Facetten der Geschäftsluftfahrt beleuchtet werden – vom wirtschaftlichen Nutzen über den Einsatz von Flugambulanzen bis zur Umrüstung aller Business Jets mit ADS-B Transponder.

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Was fehlt: Das Bekenntnis zum dezentralen Flugverkehr





Was fehlt: Das Bekenntnis zum dezentralen Flugverkehr

Verbände GBAA und IDRF kommentieren Ergebnisse der Nationalen Luftfahrtkonferenz mit vorsichtigem Optimismus

Mit vorsichtigem Optimismus reagieren die German Business Aviation Association e.V. (GBAA) und die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) auf die Ergebnisse der ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz am Flughafen Leipzig/Halle. Positiv werten die Verbände, dass sich Politik und Wirtschaft ausdrücklich für den Erhalt der „kleinen“ Flugplätze ausgesprochen haben und dass die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Klimadiskussion der Luftverkehrsindustrie den Rücken gestärkt habe.
„Man reibt sich schon verwundert die Augen und meint, viele unserer Vorschläge der letzten Monate seien nun in die Diskussion aufgenommen worden“, erklärte IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid als Reaktion auf die Gespräche in Leipzig. Dies gebe Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Dieser sei durchaus angebracht, bekräftigte auch GBAA-Vorsitzender Peter Gatz, dessen Verband die Interessen der Geschäftsluftfahrt in Deutschland vertritt. „Wenn auch in erster Linie mit Lufthansa und Co debattiert wurde“, ergänzt Gatz, „so ist doch ein Umschwung hin zu den anderen Teilnehmern des Luftverkehrs nicht zu übersehen.“ Zwar fehle ein eindeutiges Bekenntnis zur dezentralen Luftfahrt, kritisiert Steffen Merz, Vorstandsmitglied beider Verbände. Aber lobend seien die klaren Worte von Fraport-Chef Stefan Schulte zum Erhalt kleiner Flugplätze zu erwähnen. Dieser Willensbekundung habe sich auch Verkehrsminister Scheuer angeschlossen, der erklärt hatte, es wäre „fatal, auch nur Teile der Infrastrukturen zu schließen.“ Mit Blick auf lange Planungs- und Realisierungsverfahren für bodengebundene Infrastruktur hatte er zudem deutlich gemacht: „Die kleinen Flugplätze werden wir noch brauchen und sind dann froh, sie zu haben.“
Positiv werten die beiden Verbände auch die Ankündigung des Verkehrsministers, die Einnahmen aus der Luftverkehrssteuer für die Erforschung zu neuen Luftfahrttechnologien einzusetzen. Deutschland zu einem führenden Standort für klimaverträgliches Fliegen zu machen, wie von der Bundeskanzlerin in Leipzig angekündigt, findet ebenfalls die Zustimmung der Verbände. „Politik und Regierung zeigen Verantwortung und unterstreichen entgegen der jüngsten Unkenrufe die Wichtigkeit der Luftfahrt als Garant für Mobilität und Wohlstand“, erklärt IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer. „Die aufgezeigten Ideen zur nachhaltigen Luftfahrt werden uns für die Zukunft helfen.“ Schön wäre es allerdings, „wenn wir bei nächster Gelegenheit die positiven Aspekte der dezentralen Luftfahrt klarer herausarbeiten könnten.“

 

 

 

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Neues Flugbenzin statt Flugverbot





Neues Flugbenzin statt Flugverbot

Verbände GBAA und IDRF fordern Initiative
für weitere Investitionen in sauberen Luftverkehr

Forderungen nach einem Ende von Inlandsflügen durch Milliarden-Investitionen in die Bahn erteilen die German Business Aviation Association e.V. (GBAA) und die Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) eine entschiedene Absage. Wichtiger seien vielmehr entschlossene Investitionen in eine saubere Luftfahrt.

Lediglich zusätzliche Milliarden in die Bahn zu stecken, genüge nicht, um eine nachhaltige Mobilität zu sichern. Darüber hinaus sollte eine umfangreiche Investitions-Initiative gestartet werden, um zielgerichtet moderne Flugzeuge, saubere Antriebe und Kraftstoffe zu entwickeln sowie die ökologische Optimierung von Flugplätzen voranzutreiben. „Eine funktionierende Bahn ist selbstverständlich Grundvoraussetzung unserer Infrastruktur“, betont der IDRF-Vorsitzende Ralf Schmid, „aber dabei kann man nicht gleichzeitig die Luftfahrt an die Wand fahren.“ In den vergangenen Jahren habe die Branche bereits historisch günstige Emissionswerte erreicht und stehe vor einem weiteren Innovationssprung. Insbesondere die Entwicklung CO2-freien Flugbenzins und energiesparender Techniken seien auf der Agenda ganz oben angesiedelt. „Darüber hinaus bemühen sich die Flugbetriebe, insbesondere jene unterhalb der großen Airlines, um bedarfsgerechte dezentrale Angebote für einen Punkt-zu-Punkt-Verkehr, frei von umweltbelastenden und zeitintensiven Umwegen“, erklärt GBAA-Präsident Peter Gatz, der die Interessen der Geschäftsluftfahrt vertritt. „Außerdem wollen wir den Reisenden just in time, also nach seinen Bedürfnissen, bedienen.“ Eine wahrhaft „grüne“ Politik könne nur in der Stärkung der dezentralen Luftfahrt liegen. Schließlich sei diese auch in Sachen Landschaftsverbrauch die ökologisch sauberste Verkehrsart.
Deshalb begrüßten die Verbände vor kurzem die jüngste Äußerung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der erklärt hatte, Mobilitätsangebote dürften sich nicht nur nach den Ballungszentren ausrichten. „Wir brauchen auch weiterhin“, so der Minister, „in den ländlichen Regionen gut aufgestellte Regionalflughäfen für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.“ Deshalb prüfe man, ob die Deutsche Flugsicherung auch den Flugverkehr an Regionalflughäfen koordinieren könne. „Dies wäre“, so IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid, „ein klares Signal an die Regionalflughäfen, sie finanziell zu entlasten.“

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Staufrei in den Urlaub: Regionale Airports könnten Abhilfe schaffen





Staufrei in den Urlaub: Regionale Airports könnten Abhilfe schaffen

Verbände GBAA und IDRF fordern Umdenken im Luftverkehr und begrüßen Vorstoß des Bundesverkehrsministers

Der Start in den Urlaub beginnt immer häufiger mit einem Stau. Nach Ansicht der German Business Aviation Association e.V. (GBAA) und der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) gibt es Alternativen. Und die heißen Regionalflughäfen. Denn: „Luftstraßen müssen nicht erst gebaut, sondern lediglich konstruiert werden und benötigen am Anfang und am Ende der Reiseroute einen Flughafen,“ betont IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer. „Von diesen“, ergänzt GBAA-Geschäftsführer Andreas Mundsinger, der die Interessen der Geschäftsluftfahrt vertritt, „haben wir viele.“ Sie müssten nur effektiver genutzt werden. In Anbetracht der langen Schlangen vor den Sicherheitskontrollen und Gepäckbändern, den Staus auf den Straßen zum Airport und den nicht ganz billigen Parkhäusern verwundere es, dass die Fluggesellschaften in der aktuellen Sommerflugplanperiode 130 Verbindungen weniger anbieten als im Jahr zuvor. Das entspreche dem Volumen eines kompletten Flughafens wie Hannover. So drängele sich der Hauptstrom der Urlauber wieder einmal an wenigen Punkten. „Würde man sie“, so Mayer, „stärker auf die oft unterschätzten Regionalflughäfen verteilen, könnte man viel Verkehr entzerren.“ Zudem würde manche Anfahrt zum naheliegenden Airport kürzer und bequemer und die Parkgebühr günstiger.

Deshalb begrüßen die Verbände die jüngste Äußerung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der erklärt hatte, Mobilitätsangebote dürften sich nicht nur nach den Ballungszentren ausrichten. „Wir brauchen auch weiterhin“, so der Minister, „in den ländlichen Regionen gut aufgestellte Regionalflughäfen für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.“ Deshalb prüfe man, ob die Deutsche Flugsicherung auch den Flugverkehr an Regionalflughäfen koordinieren könne. „Dies wäre“, so IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid, „ein klares Signal an die Regionalflughäfen, um sie finanziell zu entlasten.“

Schon lange fordern die Verbände eine Neuregelung des dezentralen Flugverkehrs und eine Stärkung der Regional Airports. „Dies sollte“, so Schmid, „durchaus im Schulterschluss mit den größeren Flughäfen geschehen.“ Eine Stärkung der kleineren Airports ersetze keineswegs den bedarfsgerechten Ausbau großen. Eine zusätzliche Chance für einen entspannten Weg in die Ferien sehen die Verbände auch, wenn die Maßnahmen der Flugsicherung greifen und nationale Befindlichkeiten im Europäischen Luftraum abgebaut werden. Hinzu komme die Entwicklung neuer Antriebe, sauberer Kraftstoffe und neuer Flugzeuge in kleiner Dimension, die in Summe ein Umdenken im Luftverkehr hin zur Stärkung der Regionalflughäfen ermöglichten. Denn sei leisten auch einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Stärkung des ländlichen Raums.

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Mitgliedertagung fordert bessere Rahmenbedingungen für Regionalflughäfen





So können Regionalflughäfen überleben

IDRF-Tagung appelliert an Politik und Wirtschaft

Mit einem „Lübecker Appell“ endete am heutigen Mittwoch (15.5.) die zweitägige Mitgliedertagung der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) in Lübeck. Darin fordern die rund 140 Teilnehmer Politik und Wirtschaft auf, die Bedeutung des jeweiligen Airports für seine Region zu erkennen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Überleben von Regionalflughäfen ermöglichen.

 

„Regionale Flugplätze sind das Eintrittstor zur Mobilität und ein Teil der Daseinsvorsorge“, betont IDRF-Vorsitzender Ralf Schmid, seit über einem Jahrzehnt Geschäftsführer des erfolgreichen Allgäu Airport im bayerischen Memmingen. Die Luftverkehrskonzepte der Länder müssten den Mobilitätsbedarf vor Ort widerspiegeln und sich nicht nur an den Zielvorgaben der Fluggesellschaften orientieren. „Gerade die mittelständische Wirtschaft in der Fläche benötigt schnelle Anschlüsse“, betont IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer.

 

Deshalb, so der Mitautor des Appells und Lübecker Flughafen Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel, sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, „die das Überleben der Regionalflughäfen ermöglichen.“ Sie fördern, ergab eine Studie zum Thema dezentraler Luftverkehr in Deutschland, die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen und stärken das Wachstum der regionalen Wirtschaft. Und sie können zur Entlastung der stark frequentierten Hauptflughäfen beitragen. Zudem vermindern sie lange Anfahrtswege und bieten Potential im Ausbau neuer Formen urbaner Mobilität.

 

An Politik und Wirtschaft appellieren die IDRF-Mitglieder auch, kleinen Fluggesellschaften zu helfen, die Lücke zu schließen, die durch den Rückzug großer Airlines aus der Fläche entstanden sei. „Zurzeit sind die Betriebs- und Vertriebsmodelle der großen Gesellschaften für den regionalen Einsatz nicht geeignet“, betont IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer. Das Angebot müsste wieder stärker am Bedarf der Passagiere ausgerichtet werden. Obendrein komme es nun darauf an „modernes, leises und wirtschaftliches Fluggerät“ zu entwickeln, das Regionalflughäfen entgegenkomme. Gerade im Bereich der Regionalflugzeuge mit 20 bis 80 Sitzen hinke die Entwicklung der letzten Jahre jedoch hinterher. Im Gegensatz zu Jets mit 100 bis 200 Sitzen habe es hier in den letzten 35 Jahren kaum Fortschritte gegeben.  Gefördert werden soll, so der Appell aus Lübeck, auch der Bereich Innovation. Nachhaltige Flugkraftstoffe, neue Antriebskonzepte und die Möglichkeiten zum autonomen Fliegen sollten entwickelt und weiter ausgebaut werden.

Abdruck honorarfrei – Beleg erbeten

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Windkraftanlage darf Flugbetrieb nicht gefährden





Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. sieht erhebliches Konfliktpotential bei Projekt in Walldürn und fordert eine umfangreiche Analyse vor weiteren Planungen

In unmittelbarer Nähe zum Verkehrslandeplatz Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis sollen über 200 Meter hohe Windräder errichtet werden. Die Luftfahrt vor Ort sieht darin ein erhebliches Gefahrenpotential.

Seit geraumer Zeit wird intensiv über das geplante Windkraftzentrum (WKZ) ‚Kornberg/Dreimärker‘ berichtet. Mit bis zu 250 Meter Höhe über Flugplatzniveau werden dabei Dimensionen erreicht, die herkömmlichen und vereinfachten Betrachtungsweisen bei der Beurteilung von zulässigen Abständen eines Windrades zum regulären Luftverkehr nicht mehr genügen. „Solange die Hindernisse unter dem Flugweg oder weit genug weg bleiben, ist alles gut“, erläutert Thomas Mayer, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF), „in der Nähe von startenden oder landenden Flugzeugen sind die Karten aber neu zu mischen“.

Deshalb fordere das Luftverkehrsgesetz eine intensive Befassung mit den Auswirkungen etwaiger Bauvorhaben im Umkreis von zehn Kilometern um einen Flugplatz. Größere Flughäfen verfügen dafür sogar über einen eigenen „Bauschutzbereich“ mit deutlich größeren Ausmaßen. „Da eine Vielzahl von Faktoren wie Qualität und Dichte des Flugbetriebs, Topographie, Art des Hindernisses und davon ausgehende aerodynamische Auswirkungen ein Rolle spielen, ist eine gründliche Analyse unabdingbare Voraussetzung für weitergehende Maßnahmen,“ mahnt Mayer mit Blick auf die umfassenden und kostenintensiven Planungen zum WKZ Kornberg. „Dass diese fortgesetzt werden, obwohl die Flieger aus Walldürn von Beginn an ihre Bedenken darlegten, Studien finanziert und veranlasst haben, scheint fast schon unbedarft.“ Leider, darauf weist Mayer ausdrücklich hin, hätten viele Sachverständige im Bereich der Aerodynamik mehrere Hüte auf. „Es sind doch genau diese Spezialisten, die auch im Auftrag der WKA-Betreiber die Windräder berechnen, analysieren und dimensionieren“, erläutert er und zieht ein Fazit: „Vorsicht bei der Wahl der Sachverständigen!“

Eines stehe fest: „Der Flugbetrieb an einem Verkehrslandeplatz darf durch so ein Projekt nicht unsicher oder gefährdet werden.“ Bei der Abwägung von Interessen erwartet die IDRF die Berücksichtigung der berechtigten Anliegen der Nutzer der Luftverkehrsinfrastruktur, die im Fall des Verkehrslandeplatzes Walldürn der Allgemeinheit diene. Mayer: „Wir hoffen und wünschen uns, dass im laufenden Verfahren von Seiten der Anlagenbetreiber wie auch der lokalen, regionalen und übergeordneten Politik mit offenen Karten gespielt wird.“

PM WKZ Kornberg Walldürn-BA